Das Internet: vom Universitätsnetzwerk zum Alltags-Tool

Quelle: Frankieleon

Der 12. März 1989 gilt als das Geburtsdatum des Internets. An jenem Tag präsentierte Tim Berners-Lee seinen Entwurf für ein Netzwerk, das den weltweiten Austausch von Daten auf Basis von Hypertext ermöglicht. Das Konzept des World Wide Web war geboren. Innerhalb der CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, wurde das WWW erstmals umgesetzt. Der erste Webserver der Geschichte befand sich ebenfalls am CERN in der Schweiz. Im Mai 1993 folgte der erste öffentliche Webserver in Deutschland. Betrieben wurde er von der Informatikrechner-Betriebsgruppe der Universität Dortmund. Im Jahr 2000 waren bereits 93 Millionen Hosts weltweit im Internet verfügbar.

Viele Dienste, die uns wie selbstverständlich erscheinen, haben tatsächlich eine recht junge Vergangenheit. YouTube etwa, das führende Videoportal im Internet, entstand erst 2005. Facebook ging erstmals 2004 online. Die ersten Online Casinos nutzten externe Software, die zunächst heruntergeladen werden musste. Erst mit steigender Bandbreite der Internetverbindungen und verbesserten Möglichkeiten der Browser wurden rein Web-basierte Casinos möglich. Mittlerweile ist das Internet aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Soziale Netzwerke, Kommunikation, aktuelle Nachrichten oder Onlineshopping gehören zu den Diensten, die wir ganz selbstverständlich und jeden Tag nutzen.

Zentrale Punkte in der Entwicklung des Internets

In der noch jungen Geschichte des World Wide Webs gibt es einige herausragende Ereignisse. Diese waren teilweise wegweisend oder bezeugen das rasante Wachstum des Internets. Auf der CeBit im Jahre 1990 wurden beispielsweise die ersten 2400-baud-Modems vorgestellt. Diese ermöglichten es, jeden Computer über einen analogen Telefonanschluss mit dem Internet zu verbinden. Im August 1993 nahm DENIC den Betrieb auf. DENIC fungierte als zentraler Verwalter aller .de-Domains und erlaubte es Nutzern, eine eigene Webadresse zu registrieren.

1994 zeichnete sich der Wandel des Internets ab. Vormals ein wissenschaftliches Netzwerk zum Austausch von Informationen, überschritt die Zahl der kommerziellen Nutzer erstmals die der wissenschaftlichen. Schon 1995 wurde klar, dass die IP-Adressen in absehbarer Zeit knapp werden würden. Die Entwicklung von IPv6 begann. IPv6 vergrößerte den möglichen Adressraum von rund 4,3 Milliarden, die mit IPv4 möglich waren, auf rund 340 Sextillionen. Im Oktober 1999 wurde die Zahl von einer Million registrierter .de-Domains überschritten.

Am 15. Januar 2001 nahm eine der beliebtesten Webseiten ihren Betrieb auf – die freie Enzyklopädie Wikipedia. Zu Beginn des Jahres 2010 gelang es zum ersten Mal, einen Rechner, der sich im Weltraum befand, mit dem Internet zu verbinden. Im Jahre 2018 hatten über vier Milliarden Menschen auf der Welt Zugang zum Internet. Viele nutzen mittlerweile ein Smartphone als primäres Gerät für den Internetzugang. Auch die Menge an Daten, die über mobile Internetverbindungen übertragen wird, steigt permanent. Allein in 2017 stieg das mobile Datenvolumen pro Nutzer um 50 Prozent.

Wohin entwickelt sich das Internet?

Nach wie vor wächst das World Wide Web. Während einige Regionen wie zum Beispiel Europa und Nordamerika bereits weitestgehend vernetzt sind, sieht es in anderen Teilen der Welt anders aus. In Afrika oder Südostasien etwa verfügen teilweise nur 15 bis 35 Prozent der Bevölkerung über einen Zugang zum Internet. Gleichzeitig sind diese Regionen die aktuellen Wachstumsmärkte. Jährlich steigt die Zahl der Nutzer dort um bis zu 20 Prozent. Dies bedeutet, dass diese Regionen innerhalb der nächsten Jahre aufschließen werden. Das Internet wird dann weltweit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor sein. Dies lässt sich vom Verhalten der Nutzer in den westlichen Ländern ableiten. In Ländern wie Deutschland, dem Vereinigten Königreich oder Südkorea kaufen rund 75 Prozent der Internetnutzer regelmäßig online ein.

Mit der flächendeckenden Einführung von 5G werden die Möglichkeiten für das mobile Internet weiter steigen. Höhere Datenraten erlauben es, anspruchsvolle Inhalte an faktisch jedes mobile Gerät zu übertragen. Damit einhergehen wird eine verstärkte Verbreitung des Internets der Dinge. Bereits bis zum Jahr 2022 soll die Zahl der Geräte, die mit dem Internet kommunizieren, auf 20 bis 100 Milliarden anwachsen. Dies wird den Alltag weiter verändern. Smart Home, noch einfachere Möglichkeiten für das Onlineshopping oder das Smartphone als zentrale Steuereinheit für alle möglichen Geräte im Haushalt sind nur einige der Neuerungen, die in wenigen Jahren bereits ganz selbstverständlich sein könnten.

Wie schnell sich solche Veränderungen im Alltag etablieren, zeigt die jüngere Vergangenheit. Das Internetbanking setzte sich innerhalb kürzester Zeit durch und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Inzwischen leitet das Mobile Banking die zweite Generation der Bankgeschäfte über das Internet ein. Steuererklärungen werden mittlerweile ebenso über das Internet erledigt wie die Kommunikation mit Behörden. Mehr und mehr solcher bürokratischen Aufgaben, die früher persönlich bei einem Amt erledigt werden mussten, finden über das Internet statt. Gleiches gilt für die Arbeitswelt. Das Homeoffice ist für viele bereits heute Realität. Mit den wachsenden Möglichkeiten schneller und mobiler Internetverbindungen steigt auch die Anzahl an Arbeiten, die sich dezentral erledigen lassen.

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