Die 230 neuen Emojis für 2019

Emojis

Quelle: Pixabay

Es gibt wohl kaum einen WhatsApp-Nutzer, der seine Nachrichten nicht mit den passenden Emojis garniert. Sei es ein Klassiker wie der Smiley mit zwinkerndem Auge oder das Bild von einem Telefon oder einem Fußball – die kleinen Pixel-Grafiken lockern die ohnehin schon kurzen Botschaften zusätzlich auf und fordern ihre Verfasser regelrecht zur Kreativität heraus. Vor Kurzem wurde bekanntgegeben, welche 230 Emojis demnächst die ohnehin schon riesige Auswahl bereichern werden.

Kleine Auswahl an Casino-Emojis

Ein Faultier, ein Blutstropfen, ein Badeanzug: Das sind drei der neuen Emojis, auf die Internet-User im Laufe von 2019 zugreifen können. Damit ergeben sich umso mehr Möglichkeiten, mit Freunden und Verwandten auf witzige Weise Nachrichten auszutauschen. Leider wurde die Emoji-Bibliothek nicht um weitere Bilder erweitert, die die Aktivitäten im Casino darstellen. Es gibt zwar bereits ein Emoji, das eine Slot Machine zeigt, um etwa mit einem Freund über einen guten Handy-Spielautomaten zu kommunizieren. Auch sind Würfel und die vier Kartenfarben Herz, Pik, Kreuz und Karo als Emojis verfügbar. Erfreulich wäre es trotzdem, wenn es noch mehr Bildchen aus dem Casino-Kontext geben würde. Vorstellbar wären zum Beispiel Poker-Chips, ein Roulettekessel oder ein Stapel Spielkarten. Wer kreativ ist, kann mit den vorhandenen Emojis aber schon viel anfangen. Viel Glück lässt sich etwa mit dem vierblättrigen Kleeblatt und dem Geld-Emoji wünschen.

Rollstuhl und Blindenhund

Was viele Nutzer als wichtige Ergänzung der Emoji-Auswahl erachten, ist eine Reihe von Bildern, die Menschen mit Behinderungen darstellen. So wird das Update zum Beispiel das Bild eines Ohres enthalten, das mit einem Hörgerät versehen ist. Außerdem gehören zu den neuen Emojis eine Person im Rollstuhl, eine mit Blindenstock und eine, die sich in Zeichensprache artikuliert. Dazu kommen Abbildungen eines Blindenhunds sowie einer Arm- und einer Beinprothese. Dass Emojis aus diesem Kontext hinzugefügt werden, geht auf einen Vorschlag von Apple aus dem Jahr 2018 zurück. Das Unternehmen hatte bemängelt, dass es bislang an Emojis fehlt, die Menschen mit Behinderungen repräsentieren.

Spiegelbild der Gesellschaft

Die neuen Emojis zeigen einmal mehr, dass die Bildchen nicht bloß ein großer Spaß für ihre Nutzer sind. Sie sind auch ein Abbild der Entwicklung unserer Gesellschaft. So hatten die Menschen, die mit Emojis dargestellt werden, bis vor vier Jahren ausschließlich eine helle Hautfarbe. Erst 2015 wurde die Option eingeführt, die Hautfarben von Emojis zu variieren. Seitdem ist es möglich, lachende, zwinkernde oder weinende Gesichter mit dunkler Haut darzustellen. Im Zuge der Erweiterung von 2016 wurden viele Emojis hinzugefügt, die weibliche Personen zeigen. Der Fokus des Updates von 2017 lag darauf, die Festlegung auf zwei Geschlechter aufzubrechen. So fanden zum Beispiel Emojis Einzug, die Transgender-Personen darstellen. Ebenfalls im Jahr 2017 wurde das Emoji einer muslimischen Frau mit Kopftuch eingeführt. Im Vergleich dazu waren die neuen Emojis von 2018 eher unspektakulär. Dabei ging es in der Hauptsache darum, eine Vielfalt bei den Haarfarben zu schaffen. Beispielsweise wurden Gesichter mit Glatzen und weißen Haaren hinzugefügt.

Homosexuelle Paare

Eine Reihe von Emojis, die 2019 neu dazukommen, steht wiederum im Zeichen eines gesellschaftlichen Statements. Und zwar wird es das Motiv eines Paares geben, das Händchen hält. Verfügbar ist dieses Emoji nicht nur mit unterschiedlichen Hautfarben der beiden Personen, sondern auch mit unterschiedlichen Geschlechtern. Das bedeutet, dass sowohl ein Mann und eine Frau als auch zwei Männer oder zwei Frauen Händchen halten. Das ist ein klares Statement gegen Homophobie und für die Offenheit der Gesellschaft gegenüber homosexuellen Paaren.

Das Unicode Consortium

Für die Auswahl der Motive, die in neue Emojis umgewandelt werden, ist übrigens das Unicode Consortium zuständig. Die US-amerikanische Organisation pflegt und erweitert den sogenannten Unicode – einen Standard, der sämtliche Schriftzeichen der Menschheit darstellen kann. Dazu gehören auch die Emojis. Einmal im Jahr kommt das Unicode Technical Committee zusammen und berät, welche Zeichen und Emojis überarbeitet oder hinzugefügt werden könnten. Welche Emojis zur Diskussion stehen, ergibt sich vor allem aus Vorschlägen der Mitglieder der Organisation. Im Unicode Consortium können sowohl Personen als auch Firmen Mitglied werden, unter anderem sind die Unternehmen Apple, Adobe, Microsoft und Google dabei.

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