Beeinflussen Glücksspiele den Hauskredit?

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Glücksspiele wie Online-Roulette sind beliebt, kosten aber auch ein wenig Geld, was das Haushaltsbudget belastet. Wer viel Geld für Online-Spiele ausgibt, hat also weniger Geld für das Bedienen von Konsumenten- oder Hauskrediten zur Verfügung. Und das macht einige Nutzer von Online-Glücksspielen nachdenklich. Könnte es sein, dass der Gang ins Online-Casino die Chancen auf meinen Hauskredit schmälert? Die Frage ist spannend und verdient eine nähere Betrachtung.

Spieler müssen nicht unbedingt schlechte Schuldner sein

Die Perspektive der Geldgeber scheint klar zu sein. Wer jemandem Geld leiht, kann kein Interesse daran haben, wenn der Schuldner einen zu hohen Konsum fährt. Das gilt gerade dann, wenn es sich um hohe Summen für die Finanzierung von Häusern handelt. Dabei spielt es keine Rolle, wofür das Geld ausgegeben wird. Doch gerade die Ausgaben für Glücksspiele haben den Ruf eines eher dauerhaften Charakters. Hier haben die Geldgeber besonders große Angst, dass die Ausgaben außer Kontrolle geraten und das Budget belasten könnten.
Doch wie sehr achten Geldgeber in der Praxis wirklich auf den Spielekonsum ihrer Schuldner? Tatsächlich sehen sich die Geldgeber die Kontoaktivitäten in Hinblick auf Ausgaben für Glücksspiele genau an. Die gute Nachricht aber gleich vorweg: Wer nur gelegentlich spielt und kleinere Summen einsetzt, hat nichts zu befürchten. Entscheidend ist nämlich der Vergleich mit der großen Masse an Kreditnehmern. Bewegt sich das Konsumverhalten in Bezug auf Glücksspiele auf dem üblichen Niveau, ergeben sich bei der Kreditvergabe keine Nachteile.
Anders sieht es aus, wenn ein exzessives Spielverhalten erkennbar ist. Wenn immer wieder Kontoauszüge vorliegen, auf denen plötzlich hohe Ausgaben für Glücksspiele auftauchen, könnte der Kreditgeber misstrauisch werden. Eine Bank sieht sich genau an, wie viel des frei zur Verfügung stehenden Budgets durch den Spielekonsum vereinnahmt wird. Wer viel verdient, kann sich mehr erlauben. Wenn aber in einzelnen Monaten über die Hälfte des Budgets für Glücksspiele draufgegangen ist, darf sich der Kreditnehmer nicht wundern, wenn die Bank die Finanzierung ablehnt. Entscheidend ist wie immer bei der Kreditvergabe: Eine entsprechende Liquidität muss vorhanden sein.

Analyse des Konsumverhaltens ist unvermeidlich

Für die meisten Privatpersonen ist der Häuserkredit die größte Finanzierung, die sie in ihrem Leben vornehmen. Häufig sind Rückzahlungen über viele Jahre oder sogar über Jahrzehnte erforderlich. Es ist daher unbedingt notwendig, dass der Kreditgeber dem Kreditnehmer vertraut. Dazu gehört, dass die geldgebende Bank einen Blick auf die Transaktionen der vergangenen Monate wirft.
Es macht sich also nicht gut, wenn die besten Online-Casinos das gesamte Geld schlucken. Wer sich jedoch mäßigt und nur einen kleinen Teil des Budgets für Glücksspiele verbraucht, gefährdet eine Kreditvergabe nicht. Tatsache bleibt aber: Die Bank sieht sich nach Möglichkeit die gesamte finanzielle Situation des Kreditnehmers an. Negativ wäre es, wenn der Antragsteller regelmäßig Kredit für Glücksspiele aufnimmt. Das sollten Nutzer von Online-Casinos in jedem Fall vermeiden und am Video-Slot oder Online-Roulettetisch nur das Geld verwenden, das sie wirklich zur freien Verfügung haben. Dann hat auch die Bank bei der Finanzierung des Hauses nichts weiter einzuwenden.

Kreditkarten können problematisch sein

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Es spielt nicht nur eine Rolle, wie viel Geld der potenzielle Kreditnehmer für das Casino online Spielen ausgibt, sondern auch, welches Geld das ist. Handelt es sich um das verfügbare Budget auf dem Girokonto, sollten die Auswirkungen auf die Kreditvergabe gering sein. Anders sieht es aus, wenn das Geld von der Kreditkarte stammt. Wer im Online-Casino stets mit der Mastercard oder Visacard bezahlt und für die Ausgaben jedes Mal seine Kreditsumme erhöht, darf sich nicht wundern, wenn der Kreditgeber das bemängelt. Wer sichergehen möchte, sollte seine Kreditkartenkonten erst einmal ausgleichen, bevor er den Antrag für die Hausfinanzierung stellt.
Das gilt natürlich auch für andere kurzfristige Finanzierungsformen. Die Kreditlinie auf dem Girokonto sollte man besser ebenfalls nicht anrühren, bevor es an die Antragstellung für den Hauskredit geht. Wer seine Aktivitäten im Online-Casino finanziert, indem er das Girokonto überzieht, ist selbst schuld, wenn es mit der Häuserfinanzierung nicht klappt. Grundsätzlich gilt: Vor der Antragstellung sollten alle Konten möglichst ausgeglichen sein, damit sich der Kreditnehmer von seiner besten Seite präsentiert.

Glücksspiele rücken als Risikofaktor in den Fokus

Online-Casinos erfreuen sich großer Beliebtheit und ziehen weltweit immer mehr Nutzer an. Die Betreiber vermelden jährlich neue Rekordeinnahmen. Doch wenn die Online-Casinos immer mehr Geld einnehmen, muss irgendjemand auch immer mehr Geld ausgeben. Und das wissen die erfahrenen Kreditgeber und Banken natürlich. Aus diesem Grund blicken immer mehr Finanzierer ganz genau darauf, wie es beim Kreditnehmer mit den Ausgaben für Glücksspiele aussieht. Hier sollte niemand naiv sein: Casino online zu spielen hat Auswirkungen auf die Risikoeinschätzung.
Wer sich also für einen Häuserkredit interessiert, sollte sich erst einmal selbst seine finanziellen Transaktionen in der Vergangenheit ansehen. Relevant sind vor allem die Ausgaben und Einnahmen in den vergangenen drei bis sechs Monaten. Wem hier hohe Ausgaben für Glücksspiele sofort ins Auge springen, muss davon ausgehen, dass das auch der Bank auffällt. Mäßigung bei den Ausgaben im Online-Casino ist dann das Schlüsselwort. So klappt es auch mit dem Häuserkredit.

Bekommen professionelle Spieler einen Kredit?

Wie sieht es eigentlich mit professionellen Glücksspielern aus? Sie weisen aus beruflichen Gründen hohe Ausgaben für Glücksspiele auf. Typisch ist für solche Gruppen von Kreditnehmern, dass Einnahmen und Ausgaben hohen Schwankungen unterliegen. Das ist etwa davon abhängig, ob gerade große Turnierserien stattfinden und welche Ergebnisse sich dort erzielen lassen.
Tatsächlich können gelegentliche Phasen mit geringem Einkommen dazu führen, dass die Risikoeinschätzung deutlich negativer ausfällt, auch wenn die gesamte finanzielle Situation über ein Jahr hinweg betrachtet positiv bleibt. Schwankungen bei den Einnahmen bedeuten nun einmal, dass der Kreditgeber ein höheres Risiko bei der Mittelvergabe eingehen muss. Einheitliche Regelungen, wie die Kreditvergeber mit solchen Kreditnehmern umgehen, bestehen aber nicht. Es kann sich lohnen, bei verschiedenen Banken anzufragen.

Höhere Einlagen sind immer positiv

Wer es nicht einsieht, wegen des Häuserkredits seine Ausgaben in den beste Online-Casinos zu reduzieren, kann trotzdem etwas tun. Es lohnt sich, die Einlagen zu erhöhen. Wer Geld auf sein Girokonto oder auf ein Sparkonto einzahlt, sorgt mit den höheren Einlagensummen dafür, dass die Ausgaben für die Glücksspiele bei der Risikoeinschätzung nicht mehr so schwer ins Gewicht fallen. Damit wäre dann allen Seiten geholfen.

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