Der Casino-Tourismus boomt

Καζίνο Τουρισμός

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Das Internet gibt Glücksspielern die Freiheit, jederzeit und überall ihrer Leidenschaft nachzugehen und im Online-Casino zu spielen. Dennoch erfreuen sich die klassischen Spielbanken nach wie vor großer Beliebtheit. Viele Casino-Fans nehmen sogar lange Reisen auf sich, um einmal in ihrem Leben in der legendären Spielbank Monte-Carlo oder in einem der vielen Casino-Hotels in Las Vegas am Roulettetisch oder an einem Spielautomaten zu sitzen. Ein ganzer Tourismus-Zweig ist nur darauf ausgelegt, dass Touristen ihre Casinospiele an spannenden Orten machen können.

Attraktionen und Casinos

Las Vegas ist eine der bekanntesten Städte der USA – und das, obwohl sie mit ihren rund 630.000 Einwohnern nur auf Rang 28 der größten Ansiedlungen des Landes liegt. Mehr als 40 Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Las Vegas. Die meisten schauen sich keine Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne an, von denen es in der Stadt im Bundesstaat Nevada ohnehin nicht allzu viele gibt. Stattdessen werden die zahllosen Besucher aus aller Welt von den gigantischen Hotels der Stadt angezogen. Vor allem am legendären Las Vegas Strip stehen einige der bekanntesten Hotels der Welt: das „Mirage“, das „Caesars Palace“ und das „Bellagio“, um nur drei von ihnen zu nennen. Bei Nacht sind die Fassaden der Häuser eindrucksvoll beleuchtet, und drinnen erwarten die Gäste nicht nur luxuriöse Zimmer, sondern auch jede Menge Unterhaltung. Springbrunnen, echte Tiere, Konzerte und Shows an jedem Abend – da kommt garantiert jeder Hotelgast auf seine Kosten. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Hotels in Las Vegas sind auch die hauseigenen Casinos. Die sind auf riesigen Flächen untergebracht und bieten für jeden Geschmack etwas. Und selbst Touristen, die nicht sonderlich viel von Glücksspielen halten, empfinden es als ein Muss, im Urlaub in Las Vegas zumindest um einen kleinen Betrag im Casino zu spielen.

Macau auf der Überholspur

Die US-amerikanische Stadt ist aber nicht die einzige weltweit, die Touristen mit Spielbanken anzieht. Im Jahr 2010 musste Las Vegas sogar seinen Titel als Casino-Stadt Nummer eins abgeben – und zwar an Macau. Die Spielbanken in der chinesischen Sonderverwaltungszone machten im besagten Jahr erstmals mehr Gewinn als die in Las Vegas. Die Casinos von Macau verstehen es meisterlich, vor allem reiche Chinesen mit privaten Spielzimmern und anderen Privilegien anzulocken. Dennoch verloren viele Besucher bald das Interesse und wandten sich einer anderen Region zu: Australien. Rund zehn Millionen Menschen fliegen derzeit pro Jahr nach Down Under, um in den dortigen Casinos zu spielen. Auch anderen Ländern wie den Philippinen und Kambodscha verhelfen die Spielbanken zu hohen Einnahmen. Denn nicht nur die Casinos selbst machen Gewinne, auch die Hotels, die Gastronomie und andere Wirtschaftszweige profitieren von den steigenden Touristenzahlen.

Casino-Tourismus vor 200 Jahren

Casino-Tourismus ist kein neues Phänomen, sondern kam bereits mit der Existenz von Spielbanken auf. Städte wie Aachen oder das belgische Spa begründeten im 18. und 19. Jahrhundert ihren Reichtum darauf, dass das örtliche Casino zahllose Besucher anlockte. Ein kluger Schachzug sorgte Mitte des 19. Jahrhunderts dafür, dass Bad Homburg für viele Glücksspieler in ganz Europa zum Anziehungspunkt wurde. Der Casino-Direktor François Blanc schaffte nämlich 1841 die Doppel-Null beim Roulette ab und bescherte den Spielern damit bessere Chancen auf Gewinne. Nach seinem Engagement in Bad Homburg zog es Blanc nach Monte-Carlo, wo er ab 1863 der dort ansässigen Spielbank zu Weltruhm verhalf. Dass Las Vegas zur sprichwörtlichen Spielerstadt aufstieg, hatte maßgeblich damit zu tun, dass Nevada im Jahr 1931 das Glücksspiel legalisierte. Fortan kamen die Bewohner anderer Bundesstaaten, in denen das Betreiben von Casinos gesetzlich verboten war, in Massen nach Las Vegas. Auch heute ist es für viele Casino-Touristen noch immer eine wichtige Antriebsfeder, dass in ihrem Heimatland das Glücksspiel verboten ist.

Online-Spiele am Pool

Heutzutage ist es eigentlich gar nicht mehr nötig, wegen einer Spielbank in eine bestimmte Stadt zu reisen. Online-Casinos bieten den Komfort, immer und überall an Glücksspielen teilnehmen zu können. Wie wäre es zum Beispiel damit, am Pool zu liegen und in Echtzeit Roulette, Poker oder Blackjack am Smartphone oder am Tablet-Computer zu spielen? So spart man sich sogar den langen und teuren Flug nach Vegas oder Macau.

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